Strukturierter Dialog

Der Strukturierte Dialog ist zentraler Bestandteil der externen Qualitätssicherung. Ziel des Strukturierten Dialoges ist es zunächst anhand von rechnerischen Auffälligkeiten tatsächliche Qualitätsdefizite zu identifizieren. Über eine Ursachenanalyse und ggf. die Einleitung von Maßnahmen werden betroffene Leistungserbringer bei der Verbesserung der Versorgungsstrukturen, -prozesse und –ergebnisse unterstützt. Um Verbesserungen zu erreichen, werden – zumeist in kollegialen Gesprächen oder Begehungen – konkrete Zielvereinbarungen geschlossen. Diese führen dann zu einer längerfristigen Beobachtung und Unterstützung durch die jeweils für den Strukturierten Dialog zuständige Stelle. Die Beurteilung von Auffälligkeiten sowie Stellungnahmen und die Identifikation von konkreten Verbesserungspotenzialen wird von geeigneten Fachkommissionen vorgenommen. Die im Rahmen des Strukturierten Dialogs gewonnenen Erkenntnisse, dienen außerdem der Optimierung von Indikatoren sowie der Weiterentwicklung der QS-Verfahren.

Die Strukturierten Dialoge werden im Frühsommer des auf die Datenerfassung folgenden Jahres eingeleitet. Für die im Qualitätsbericht der Krankenhäuser zu veröffentlichenden Qualitätsindikatoren müssen die Strukturierten Dialoge bis zum 31. Oktober des Folgejahres abgeschlossen werden. Für die übrigen Indikatoren endet die Frist am 31. Dezember.


Strukturierter_Dialog

QSKH-RL und DeQS-RL

Sowohl in der QSKH-RL als auch in der DeQS-RL wird nach landesbezogenen und bundesbezogenen Verfahren unterschieden. Bei den bundesbezogenen Verfahren (z. B. Transplantationsmedizin) bleiben die Stellungnahmeverfahren mit den Krankenhäusern, also die Strukturierten Dialoge, weiterhin Aufgabe des IQTIG.

Für landesbezogene Verfahren sind gemäß der QSKH-RL die Landesgeschäftsstellen (BAQ für Bayern) bzw. nach DeQS-RL künftig die Landesarbeitsgemeinschaften (LAG) verantwortlich, die auch den Strukturierten Dialog bzw. das sog. Stellungnahmeverfahren mit Leistungserbringern durchführen. Zur Unterstützung bei der Durchführung ihrer Aufgaben in der externen Qualitätssicherung beruft die BAQ bzw. die LAG Fachkommissionen, die sich aus Expertinnen und Experten aus dem stationären Bereich und bei sektorenübergreifenden Verfahren auch aus dem ambulanten Bereich zusammensetzen.

plan.QI-RL

Im Rahmen der plan.QI-Richtlinie sind bei rechnerisch auffälligen Ergebnissen die Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung (BAQ in Bayern) für die Durchführung des Strukturierten Dialogs zuständig. Bei statistischen Auffälligkeiten wird das Stellungnahmeverfahren durch das IQTIG eingeleitet.

Landesverfahren

Der Strukturierte Dialog zum Landesverfahren „Schlaganfall“ wird analog zu den Abläufen im Rahmen der QSKH-RL geführt.

Ansprechpartner

Mario Callies
Telefon: 089 211590-14
E-Mail: daten-support@baq-bayern.de

Bewertungsschema

Durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegtes bundeseinheitliches Bewertungsschema: