Hüftendoprothesenversorgung (HGV-HEP)

Ab dem Erhebungsjahr 2015 sind die bisherigen Leistungsbereiche Hüft-Endoprothesen-Erstimplantation (17/2) und Hüft-TEP-Wechsel und -komponentenwechsel  (17/3) sowie die Datensätze der endoprothetisch versorgten hüftgelenknahen Femurfrakturen, die bis dahin eine Teilmenge des Leistungsbereiches Hüftgelenknahe Femurfraktur (17/1) darstellten, zum neuen Leistungsbereich Hüftendoprothesenversorgung (HEP) zusammengefasst.

Seit 2015 werden Daten erhoben, die eine Verknüpfung der QS-Daten wiederholter stationärer Aufenthalte eines Patienten ermöglichen. Durch dieses Follow-up können auch Komplikationen erfasst werden, die erst nach Verlassen des Krankenhauses auftreten.

Aktueller Hinweis:
Zum 1. Januar 2021 ist die G-BA Richtlinie zur Versorgung der hüftgelenknahen Femurfraktur (QSFFx-RL) in Kraft getreten. Ziel dieser Richtlinie ist es, eine qualitativ hochwertige und frühestmögliche Versorgung von hüftgelenknahen Femurfrakturen innerhalb von 24 Stunden nach Aufnahme zu sichern. So können die Heilungschancen und die Mobilität von Patientinnen und Patienten verbessert werden.
Die Richtlinie verpflichtet Kliniken, die an der Versorgung von hüftgelenknahen Femurfrakturen teilnehmen zur Einhaltung von Mindestanforderungen an Struktur- und Prozessqualitäten. Hierzu gehört unter anderem die Erstellung einer SOP, welche verbindlich die interdisziplinären Abläufe in einem Krankenhaus regeln soll.
Bei Nichterfüllung der Mindestanforderungen kann es zu Vergütungsabschlägen kommen.

Im Rahmen der QSFFx-RL hat der G-BA zudem nachträglich beschlossen, dass geeignete Testverfahren zum Nachweis von neuen/direkten Antikoagulantien (DOAK/NOAK) vorzuhalten sind. Mit Hilfe dieser Testverfahren lassen sich jederzeit mögliche (Rest-) Aktivitäten der Wirkstoffe im Blut bestimmen. Dadurch sollen auch Patientinnen und Patienten, bei denen der Zeitpunkt der letzten Einnahme dieser Medikamente unklar ist, dennoch eine frühestmögliche Operation gewährleistet bekommen. In der SOP „Umgang mit gerinnungshemmender Medikation“ ist daher festzulegen, welche Testverfahren im Bedarfsfall eingesetzt werden. Den Beschluss finden Sie Homepage des G-BA

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Peter Hermanek
Telefon: 089 211590-10
Rebecca Moser, B. Sc.
Telefon: 089 211590-28
E-Mail: orthochir@baq-bayern.de

Datenerhebung 2021