Hüftgelenknahe Femurfraktur (HGV-OSFRAK)

Brüche der Oberschenkelregion sind die häufigsten, meist sturzbedingten Verletzungen älterer Menschen. Sie werden in der Regel operativ versorgt, Behandlungsziel ist eine möglichst frühe Mobilisation der Patienten. Die Operation erfolgt je nach Frakturtyp gelenkerhaltend durch Verschraubung, Nagelung oder Kombination von beiden und wird dann als Osteosynthese bezeichnet oder aber als Gelenkersatz durch eine Endoprothese.

Aktueller Hinweis:
Zum 1. Januar 2021 ist die G-BA Richtlinie zur Versorgung der hüftgelenknahen Femurfraktur (QSFFx-RL) in Kraft getreten. Ziel dieser Richtlinie ist es, eine qualitativ hochwertige und frühestmögliche Versorgung von hüftgelenknahen Femurfrakturen innerhalb von 24 Stunden nach Aufnahme zu sichern. So können die Heilungschancen und die Mobilität von Patientinnen und Patienten verbessert werden.
Die Richtlinie verpflichtet Kliniken, die an der Versorgung von hüftgelenknahen Femurfrakturen teilnehmen zur Einhaltung von Mindestanforderungen an Struktur- und Prozessqualitäten. Hierzu gehört unter anderem die Erstellung einer SOP, welche verbindlich die interdisziplinären Abläufe in einem Krankenhaus regeln soll.
Bei Nichterfüllung der Mindestanforderungen kann es zu Vergütungsabschlägen kommen.

Im Rahmen der QSFFx-RL hat der G-BA zudem nachträglich beschlossen, dass geeignete Testverfahren zum Nachweis von neuen/direkten Antikoagulantien (DOAK/NOAK) vorzuhalten sind. Mit Hilfe dieser Testverfahren lassen sich jederzeit mögliche (Rest-) Aktivitäten der Wirkstoffe im Blut bestimmen. Dadurch sollen auch Patientinnen und Patienten, bei denen der Zeitpunkt der letzten Einnahme dieser Medikamente unklar ist, dennoch eine frühestmögliche Operation gewährleistet bekommen. In der SOP „Umgang mit gerinnungshemmender Medikation“ ist daher festzulegen, welche Testverfahren im Bedarfsfall eingesetzt werden. Den Beschluss finden Sie Homepage des G-BA

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Peter Hermanek
Telefon: 089 211590-10
Rebecca Moser, B. Sc.
Telefon: 089 211590-28
E-Mail: orthochir@baq-bayern.de

Datenerhebung 2021

Datenerhebung 2022