GerOSS

Das German Obstetric Surveillance System (GerOSS) ist in ein internationales Netzwerk (InOSS) von Registern zu „rare obstetric events“ eingebunden. Seit 2010 werden in Deutschland auf freiwilliger Basis seltene geburtshilfliche Ereignisse dokumentiert und ausgewertet. Es handelt sich hierbei nicht um ein critical incident reporting system (CIRS). Vielmehr sollen komplexe aber sehr seltene Ereignisse – die in jeder Einrichtung auch unvorhergesehen auftreten können – untersucht werden, um aus ihnen zu lernen. Im GerOSS Projekt werden Erkenntnisse über die Inzidenz und Entstehung schwerwiegender Ereignisse während der Schwangerschaft und unter der Geburt gewonnen. Aus der weitergehenden Analyse von Einzelfällen sollen Empfehlungen für die Betreuung solcher Fälle abgeleitet werden. Die Datenerfassung erfolgt ausschließlich webbasiert (www.geross.de). Alle personenbezogenen Datenfelder werden anonymisiert.

Das GerOSS-Projekt wird in den Bundesländern Niedersachsen, Bayern und Berlin durchgeführt. Es wird von einem wissenschaftlichen Beirat begleitet. Die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats sind für die Interpretation und Bewertung der Einzelfallbeschreibungen sowie für die Weiterentwicklung des Projekts zuständig.

Das Projekt wird geleitet von dem Zentrum für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (ZQ) bei der Ärztekammer Niedersachsen, die technische und methodische Umsetzung erfolgt durch die BAQ. Weitere Informationen sind unter https://www.aekn.de/zq-home/projekte/geross-2/ zu finden.

Beiratsmitglieder:

Herr Priv.-Doz. Dr. Heiko B. G. Franz, Klinikum Braunschweig
Herr Prof. Dr. Peter Hillemanns, Medizinische Hochschule Hannover
Herr Prof. Dr. Franz Kainer, Klinik Hallerwiese Nürnberg
Herr Prof. Dr. Rüdiger Rauskolb, Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG)
Herr Prof. Dr. Klaus Vetter, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG)
Frau Prof. Dr. Birgit Seelbach-Goebel, Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg
Herr Prof. Dr. Thorsten Fischer (Gast), Universität und Landeskrankenhaus Salzburg