08. Oktober 2018

Neue Richtlinie ab 01.01.2019

Einheitliche Rahmenbedingungen für datengestützte Qualitätssicherung

Ab dem 1. Januar 2019 tritt eine neue Rahmenrichtlinie in Kraft, unter deren Dach die bestehenden datengestützten Verfahren zur sektorspezifischen und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung der medizinischen Versorgung gebündelt werden können. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung am 19.07.2018 die neue "Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL)" beschlossen. Die Richtlinie tritt vorbehaltlich der Prüfung durch das BMG und Veröffentlichung im Bundesanzeiger zum 01.01.2019 in Kraft.

Als erstes in dieser Rahmenrichtlinie geregeltes Verfahren hat der G-BA die "Qualitätssicherung der Gallenblasenentfernung (Cholezystektomie)" beschlossen. Diese sieht vor, dass qualitätsrelevante Aspekte zukünftig erbrachter stationärer Leistungen gemessen und Behandlungsprozesse vergleichend dargestellt werden. Die Bewertung der dokumentierten Eingriffe an der Gallenblase wird unter Einbeziehung von Sozialdaten länderbezogen durchgeführt und fällt daher in die Zuständigkeit der jeweiligen Landesarbeitsgemeinschaft (LAG).

Darüber hinaus ist vorgesehen, sukzessive die bereits in der Richtlinie zur einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung geregelten Qualitätssicherungsverfahren wie auch die seit vielen Jahren etablierten sektorspezifischen Verfahren zur Qualitätssicherung in Krankenhäusern schrittweise unter der neuen Rahmenrichtlinie weiterzuführen.