Datenvalidierung

Im Datenvalidierungsverfahren wird geprüft, ob die Dokumentation der Qualitätssicherungsdaten (QS-Daten) korrekt, vollständig und vollzählig ist. Die Ergebnisse werden dazu genutzt, Verbesserungen in den Dokumentationsprozessen anzuregen und die Aussagekraft der Qualitätsindikatoren zu untermauern.

Das Datenvalidierungsverfahren besteht aus den zwei Elementen Statistische Basisprüfung und Stichprobenverfahren, die sich sowohl in ihrer Zielsetzung als auch in ihrer Methodik unterscheiden.

Statistische Basisprüfung mit Strukturiertem Dialog

Bei der Statistischen Basisprüfung erfolgt eine Analyse nach vorab festgelegten Auffälligkeitskriterien, die auf eine fehlerhafte Dokumentation hinweisen. Die Datenbasis hierfür sind die in den Jahresauswertungen berücksichtigten Datensätze (ohne Minimaldatensätze) pro Leistungsbereich. Für Krankenhäuser mit rechnerischen Auffälligkeiten wird ein Strukturierter Dialog zur Datenvalidität eingeleitet. Im Rahmen dieses Strukturierten Dialogs soll geklärt werden, ob der Grund für die rechnerische Auffälligkeit tatsächlich eine fehlerhafte Dokumentation ist. Bei Bedarf werden Maßnahmen zur Optimierung der Dokumentationsqualität vereinbart.

Stichprobenverfahren mit Datenabgleich

Das Ziel des Stichprobenverfahrens mit Datenabgleich besteht darin, quantitative Aussagen bezüglich der Dokumentationsqualität zu treffen. Dazu wird eine Zufallsstichprobe an Behandlungsfällen gezogen, für die eine Zweiterfassung für ausgewählte Datenfelder der QS-Dokumentation anhand der Patientenakte erfolgt. Anschließend werden die Daten aus der Zweiterfassung mit den Daten der QS-Dokumentation abgeglichen. Sollten sich Auffälligkeiten in der Dokumentation zeigen, d. h. starke Abweichungen zwischen Patientenakte und QS-Dokumentation, kann ebenfalls ein Strukturierter Dialog eingeleitet werden.

Ansprechpartner

Mario Callies
Telefon: 089 211590-14
E-Mail: callies@baq-bayern.de