Datenerhebung

Die Datenerhebung / -übermittlung der Leistungsbereiche nach QSKH-RL und der Qesü_RL basiert auf einer standardisierten Dokumentation von ausgewählten Eingriffen oder Leistungsbereichen. Die jahresspezifischen Vorgaben werden durch die Institution nach § 137a SGB V entwickelt und als einheitliche Spezifikation veröffentlicht und zugänglich gemacht. Auf der Homepage der Institution nach § 137a SGB V (https://iqtig.org/datenerfassung/spezifikationen) finden Sie die ausführlichen Spezifikationen inkl. der Datensatzbeschreibungen, dazugehörigen Ausfüllhinweisen und Anwenderinformationen, welche durch die BAQ in der folgenden Beschreibung stark vereinfacht dargestellt wird.

Die Datenerhebung und - übermittlung ist für alle Leistungserbringer gemäß den Vorgaben der QSKH-RL und der Qesü-RL verpflichtend. Die Leistungserbringer überprüfen hierbei einen aus den Abrechnungsdaten erstellten Datensatz auf das Zutreffen der über den QS-Filter definierten Auslösebedingungen. Die Prüfung auf die Auslösebedingungen erfolgt hierbei für alle verpflichtenden Leistungsbereiche.

Die Krankenhäuser übermitteln entsprechend den Vorgaben der Spezifikationen

  • die erhobenen Datensätze (QS-Daten)
  • eine Übersicht über die als dokumentationspflichtig erkannten Datensätze (Sollstatistik)
  • und eine Auszählung von bei allen Patienten in den Abrechnungsdaten dokumentierten Risikofaktoren (Risikostatistik).

 

QS-Daten

Die QS-Daten (Erhebungsbögen) eines Erhebungsjahres (Aufnahmedatum des Patienten) werden für alle Leistungsbereiche in elektronischer Form entsprechend den Export-Vorgaben der Spezifikation unverzüglich bis spätestens zum 28.02. des auf das Erhebungsjahr folgenden Jahres an die für die Datenbearbeitung zuständige Stelle versendet.

QSKH-RL / Direkte Verfahren

Bei den direkten Verfahren liefern die Krankenhäuser ihre QS-Daten unmittelbar an die Bundesauswertungsstelle (IQTIG). Dies umfasst Leistungsbereiche mit relativ geringen Fallzahlen, für die eine Betrachtung auf Landesebene nicht sinnvoll wäre (Bsp.: Transplantationsmedizin).

QSKH-RL / Indirekte Verfahren

Der überwiegende Teil der QS-Daten wird über indirekte Verfahren bearbeitet. Hierbei übersenden die Krankenhäuser ihre QS-Daten an die für sie zuständige Landesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung (LQS) des jeweiligen Bundeslandes. Die Landesgeschäftsstelle ist für diese Verfahren der Hauptansprechpartner der Krankenhäuser vor Ort.

Qesü-RL

In den sektorenübergreifenden Verfahren liefern die Krankenhäuser ihre QS-Daten an die für das Bundesland zuständige Datenannahmestelle. In Bayern ist die BAQ als Datenannahmestelle für die Verfahren PCI und NWIF festgelegt.

Landesprojekte

In den landesspezifischen Verfahren liefern die Krankenhäuser ihre QS-Daten an die Landesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung.

Sollstatistik

Die QS-Filter-Sollstatistik zeigt, wie viele Fälle eines Leistungserbringers für die externe Qualitätssicherung in einem Erfassungsjahr dokumentationspflichtig waren. Die Ergebnisse der QS-Filter-Sollstatistik bilden die Grundlage für die Ermittlung der Dokumentationsraten (Vollzähligkeit).

Gemäß der QSKH-Richtlinie und der Qesü-Richtlinie besteht für alle einbezogenen Leistungserbringer die Verpflichtung eine Aufstellung über dokumentationspflichtige Leistungen im Bereich der externen Qualitätssicherung (methodische Sollstatistik) zu übermitteln. Nach Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) besteht die Berichtspflicht auch für den Fall, dass keine dokumentationspflichtigen Leistungen erbracht wurden (sog. Nullmeldung).

Die methodische Sollstatistik muss sowohl in elektronischer Form als auch in Papierform ausschließlich an die Landesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung (BAQ) übermittelt werden. Die Einsendung der Sollstatistik ist im Zeitraum vom 01.02. bis 28.02. eines jeden Jahres möglich. Es wird empfohlen, die elektronische Sollstatistik bereits Anfang Februar, vor Abschluss der Datenübermittlung, einzusenden. Dies gewährleistet den rechtzeitigen Abgleich mit den Ist-Fallzahlen in den von der BAQ zur Verfügung gestellten Fallzahlübersichten und zeigt frühzeitig eventuelle Probleme und Fehler auf. Der Einsendeschluss 28.02. gilt sowohl für die elektronische Form als auch für die Papierform.

Risikostatistik

Die Risikostatistik ermittelt von allen Behandlungsfällen des Krankenhauses das Auftreten von Risikofaktoren für die Entstehung von Dekubitus. Sie ergänzt die Dokumentation für den Leistungsbereich Pflege: Dekubitusprophylaxe. Unabhängig vom tatsächlichen Auftreten eines Dekubitus, ist die Übermittlung der Risikostatistik für alle Krankenhäuser, die vollstationäre Fälle ab 20 Jahre behandelt haben,  verpflichtend.

Die Risikostatistik jährlich nach Abschluss des Erfassungsjahres zu erstellen. Da die Anzahl der Fälle in der Risikostatistik auch in der Sollstatistik ausgewiesen wird, ist die Risikostatistik möglichst zum gleichen Zeitpunkt im Zeitraum vom 01.02. - 28.02. des Folgejahres und auf der gleichen Datengrundlage wie die Sollstatistik zu erstellen.

Ansprechpartner

Mario Callies
Telefon: 089 211590-14
E-Mail: callies@baq-bayern.de

Datenübermittlung

Dateneinsendung
daten@baq-bayern.de
Bitte senden Sie ausschließlich die entsprechend der Spezifikation verschlüsselten Transaktionsdateien an den Dateneingang der BAQ.

QS-Daten
bis 28.02.2017
Bsp.:
T-BA1234A-2016_01_02_104301.zip.aes

Risikostatistik
01.01.2017 - 28.02.2017
Bsp.:
RS_2016_260912345_00_BA.zip.gpg

Sollstatistik
01.02.2017 - 28.02.2017
Bsp.:
SOLL_2016_260912345_00_BA_QSKH.zip.gpg
und
SOLL_2016_260912345_00_BA_QESUE.zip.gpg