Nosokomiale Infektionen: Postoperative Wundinfektionen (NWIF)

Zum 01.01.2017 tritt gemäß der Qesü-Richtlinie das zweite sektorenübergreifende Verfahren in Kraft. Das Verfahren misst, vergleicht und bewertet fachgebietsübergreifend die Qualität der Maßnahmen ambulanter und stationärer Leistungserbringer/innen zur Vermeidung postoperativer Wundinfektionen (WI). Ziel ist die Reduktion nosokomialer postoperativer Wundinfektionen, die Verbesserung des Hygiene- und Infektionsmanagements und die Vermeidung nosokomialer Infektionen.

Einbezogen werden stationäre sowie ambulante Operationen aus den Leistungsbereichen: Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gefäßchirurgie, Viszeralchirurgie, Herzchirurgie, Orthopädie/Unfallchirurgie, Plastische Chirurgie, Urologie.

Die Datenerhebung basiert auf der fallbezogenen QS-Dokumentation der stationären Einrichtungen, den Sozialdaten der Krankenkassen und einer jährlichen Einrichtungsbefragung stationärer und ambulanter Einrichtungen. Die Einrichtungsbefragung enthält Informationen zum Händedesinfektionsmittelverbrauch, Sterilgutaufbereitung, Antibiotikaeinsatz usw. Die Einrichtungsbefragung soll einmal jährlich erfolgen.

Die Datenübermittlung der fallbezogenen QS-Dokumentation erfolgt entsprechend den Vorgaben der Qesü-Richtlinie an die zuständige Datenannahmestelle (DAS). In Bayern ist für das Jahr 2017 die BAQ die Datenannahmestelle.

Gemäß der Regelung im § 24 der Qesü-RL besteht die Verpflichtung zur Information der Patientinnen und Patienten. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat ein Patientenmerkblatt zur Datenerhebung bei gesetzlich versicherten Patienten veröffentlicht.

Auf der Homepage des IQTIG finden Sie alle Informationen zu diesem QS-Verfahren.

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Peter Hermanek
Telefon: 089 211590-10
E-Mail: hermanek@baq-bayern.de

Fallbezogene Dokumentation (stationär)