GerOSS

Seit 2010 werden in Deutschland auf freiwilliger Basis seltene geburtshilfliche Ereignisse dokumentiert und ausgewertet. Es handelt sich hierbei nicht um ein critical incident reporting system (CIRS). Vielmehr sollen komplexe aber sehr seltene Ereignisse – die in jeder Einrichtung auch unvorhergesehen auftreten können – untersucht werden, um aus ihnen zu lernen.

Insbesondere sollen Erkenntnisse über die Inzidenz und Entstehung schwerwiegender Ereignisse während der Schwangerschaft und Entbindung gewonnen werden. Aus der weitergehenden Analyse von Einzelfällen sollen Empfehlungen für die Betreuung solcher Fälle abgeleitet werden.

GerOSS wird durch einen wissenschaftlichen Beirat begleitet. Die jeweiligen Mitglieder sind unter anderem zuständig für die Interpretation und Bewertung der Einzelfallbeschreibungen sowie für die Weiterentwicklung des Projekts. GerOSS ist in ein internationales Netzwerk (InOSS) von Registern zu „rare obstetric events“ eingebunden.

Derzeit nehmen in Bayern ca. 30 Kliniken an dem Projekt freiwillig teil. Die Erfassung erfolgt in einer Web-basierte-Anwendung in einem geschützten Bereich. Die Auswertung erfolgt anonym. Eine Einverständniserklärung der betroffenen Patientin ist aus datenschutzrechtlichen Gründen erforderlich. Aktuelle Informationen zum Projekt werden von der Projektzentrale in Hannover laufend ergänzt.

Eine ausführliche Projektbeschreibung (Exposé) finden Sie auf der Homepage des Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen (ZQ) in Hannover. Interessierte Kliniken können sich bei Interesse an einer Teilnahme bitte direkt an die Projektleiterin Frau Silvia Berlage vom ZQ wenden.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der GerOSS Homepage.

Ansprechpartner

Dr. Nicholas Lack
Telefon: 089 211590-12
E-Mail: n.lack@baq-bayern.de